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Warum Nike mit der WM-Kampagne auf's falsche Pferd gesetzt hat

Nike hat mit der "Write The Future"-Kampagne zur WM auf's falsche Pferd gesetzt. 

Der Profit der Sportmarke am internationalen Fußball-Event ist weitaus geringer ausgefallen als erwartet, wie das Wirtschaftsblatt in Österreich berichtet. Schuld daran sind hauptsächlich die Protagonisten im Write The Future Werbespot, produziert von Oscar-Preisträger Alejandro Gonzalez Inarritu für Wieden + Kennedy (Amsterdam).

Fußball-Weltstars wie Didier Drogba, Wayne Rooney, Franck Ribery und Cristiano Ronaldo zeigen ihre Ballkünste und werden im Spot als die Helden des Fußballs dargestellt. In Wirklichkeit schieden die Spieler mit ihren Teams früh aus dem Turnier aus. 

In einer Hinsicht jedoch brach der dreiminütige Spot, der kurz vor der WM veröffentlicht wurde, einen Rekord in puncto Social Media: er wurde bis dato mehr als 19 Millionen Mal angesehen.

Zu Beginn der WM führte das Marktforschungsinstitut Nielsen eine Analyse durch, wonach Nike im Bereich Social Media doppelt so viel Aufmerksamkeit generiert wie der Rivale adidas. 

Was Nike nicht vorhersehen konnte ist, dass die Investition in die WM-Werbung der Sportmarke nicht die erhofften Profite erbringen würde. 

Im Endspiel spielte Nike gegen adidas

Als offizieller Sponsor, dessen Trikots 12 Mannschaften trugen im Vergelich zu Nikes neun Teams, hat adidas sich als Marktführer im Bereich Fußball behaupten können. Der britische Journalist Douglas Haddow kritisierte das Konzept der Nike-Kampagne zur WM in der Zeitung The Guardian. 

Er sagte, bei Nike schien man sich nicht über die Besonderheiten des Spiels bewusst zu sein, obwohl die Marke fast 2,2 Milliarden Euro weltweit in den Sport investiere. Fußball sei ein Mannschaftssport, keine Show für Individuuen wie der Write The Future-Spot glauben lasse, so Haddow. 

Seit der WM-Eröffnung haben die Aktienkurse von Nike und adidas an der Börse rund sieben Prozent eingebüßt. Und auch in der Jahresperformance gesehen ist das Match der Sport-Giganten ausgeglichen.

Beide haben, trotz WM-Verlusten, seit Jahresanfang ihren Kurs um drei Prozent verbessern können.

Auch auf dem WM-Spielfeld standen sich die Rivalen bis zum Schluss Auge in Auge gegenüber: Spanien trug adidas und Holland Nike. Der Gewinner war dann doch die deutsche Marke aus Herzogenaurach.

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