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Musiker und Marketer

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Joakim Haugland hat dabei geholfen, die skandinavische Musikmesse by:larm als Marke zu etablieren.

Im Musikgeschäft gibt es unzählige Marken, auch Fachmessen zählen dazu. Das jährliche South by Southwest Festival in Texas ist weltweit sicher eine der bekanntesten Brands.

Für die norwegische Musikindustrie ist by:Larm die führende Messe - auf Deutsch bedeutet der Name "Stadtgeräusche". Die Convention wurde 1998 ins Leben gerufen und war zunächst eine Wanderveranstaltung, die in Städten wie Tromsø, Bergen und Trondheim abgehalten wurde. Seit 2008 findet by:larm in Oslo statt. In diesem Jahr trafen sich fast 2.000 Music Professionals - es standen 500 Vorträge sowie 500 Konzerte auf dem Programm.

Joakim Haugland hat als Programmchef maßgeblich zur Etablierung der Marke by:Larm beigetragen und betreibt zusätzlich das bekannte norwegische Label "Smalltown Supersound". Im BrandFellas-Interview spricht er über Speed Meetings und erklärt, warum Fußball und das Musikgeschäft viel gemeinsam haben. 

Markenexperte und Label-Chef: Joakim Haugland

Es gab dieses Jahr mehr als 1.800 Speed Meetings, was genau ist ein Speed Meeting?

Es ist dem Speed Dating sehr ähnlich - mit dem Unterschied, dass sich hier Industrie-Insider kennenlernen. Labels, Manager, Verleger, Journalisten etc., die sich zu mehreren 10-minütigen Meetings hintereinander treffen. Bei bei by:Larm passiert das immer wieder über zwei Tage hinweg und jede Session dauert ungefähr drei Stunden. Es kann etwas anstrengend sein, aber dabei auch sehr lustig und interessant - natürlich lernt man als Teilnehmer viele neue Leute kennen.  

Der  Marketing Manager vom PSV Eindhoven hat dieses Jahr einen Vortrag gehalten. Was kann die Musikindustrie vom Fußball lernen?

Das war ein sehr interessanter Vortrag, denn es gibt viel zu lernen, zum Besipiel wie man Fans behandelt und wie wir zu Ihnen durchdringen können. Es gibt sogar sehr viele Gemeinsamkeiten, das habe ich daraus gelernt.

Ein anderes Thema war Unternehmergeist. Worauf sollten Unternehmer besonders achten in einer Branche, die derzeit so viel Veränderung erlebt wie die Musikindustrie? Was sind die Gefahren, was die Chancen für Jungunternehmer?

Keine Frage, es sind schwere Zeiten und im Moment entwickelt sich vieles neu. Wahrscheinlich müssen wir, die in der Musikindustrie tätig sind, uns und unsere Ideen auf den Prüfstand stellen. Eigentlich finde ich, dass es eine sehr spannende Zeit ist. Obwohl viele deprimierende Dinge passieren gibt es auch viele gute Entwicklungen. Wir sind eine kreative Branche und werden nun gezwungen noch kreativer zu werden. Vielleicht wurde dieser Gedanke während der Glanzzeit der 1990er etwas vernachlässigt.

Bis vor ein paar Jahren war by:Larm war eine Wandermesse. Warum hat euer Team beschlossen sich in Oslo niederzulassen?

Es war sehr gut jedes Jahr neue Städte kennenzulernen und richtig viel Wirbel zu machen! Trotzdem haben einige der Orte nicht die Infrastruktur die wir jetzt brauchen, zum Beispiel Konzerthallen. Außerdem entstanden immer sehr hohe Flugkosten. In Oslo haben wir mehr Kontrolle über die Ausrichtung und Kapazität von by:larm.

Was sind eure Zukunftspläne?

Das Festival noch besser zu machen. Wir haben schon ein paar sehr gute Ideen für nächstes Jahr, die ich aber jetzt noch nicht verraten kann.

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