Der insolvente Wäschehersteller Schiesser wird künftig mit dem Modedesigner Wolfgang Joop in den Bereichen Design und Marketing zusammenarbeiten.
Der Potsdamer übernimmt eine Minderheitsbeteiligung an der AG, die den Börsengang plant.
Schon seit Beginn der Insolvenz im Frühjahr 2009 scheint Joop an dem deutschen Traditionsunternehmen interessiert zu sein. Der Designer hat sich beim Gläubigerausschuss gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt.
Er ist zukünftig nicht nur an der AG beteiligt, sondern berät die Marke im Bezug auf Marketing, Design und ihrem visuellen Auftritt.
Wunderkind
Joop freut sich über die Entscheidung. Schiesser verfüge über eine großartige Belegschaft und eine starke Marke. Das seien zwei entscheidende Faktoren, um weiter profitabel zu wachsen.
1998 trennte sich der 65-jährige Modeschöpfer von 95 Prozent seines damaligen Labels „Joop!“, 2001 trennte er sich von den restlichen fünf Prozent. 1999 gründete der gebürtige Brandenburger sein neues Modehaus „Wunderkind“.
Schiesser wurde 1875 gegründet und musste im Februar 2009 Insolvenz anmelden – unter anderem wegen unrentabler Lizenzgeschäfte, die inzwischen gekündigt wurden. Schiessers Schulden belaufen sich auf insgesamt 86 Millionen Euro.
