Die Menschenrechtsorganisation ist an ihrem 50. Geburtstag eine weltweit anerkannte Marke mit 2,8 Millionen Mitgliedern in 150 Länder.
Mit schlagkräftigen Print- und TV-Kampagnen macht Amnesty auf ihre Arbeit aufmerksam - einige davon, wie etwa die "Bullet"-Kampagne von TBWA\Paris, sind mit Awards wie den Cannes Lions ausgezeichnet worden. Zum Jubiläum wirbt AI mit dem Slogan "Seit 50 Jahren leisten gewöhnliche Menschen Aussergewöhnliches".
Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit geht es Amnesty seit Anfang der 1960er als der britische Rechtsanwalt und Organisationsvater Peter Benenson den Ball ins Rollen brachte: Damals machte er gegen Menschenrechtsverletzungen in Portugal mobil.
Seitdem pocht die globale Organisation mit dem Kerzen-und-Stacheldraht-Logo auf politische Unabhängigkeit und beruft sich auf die Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte. Besonders wegen der zahlreichen Public Awareness-Kampagnen engagieren sich in Deutschland heute rund 150.000 Unterstützer und Förderer. Die Organisation kämpft u.a. für die Abschaffung der Todesstrafe, gegen Rüstungsexporte, für die Rechte von Flüchtlingen und Frauen. Seit 2001 setzt sie sich ganz offiziell auch für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Menschen ein.
„Sie können nicht ihr Recht auf Meinungsfreiheit nutzen, ohne vorher in die Schule gegangen zu sein“, betont Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty Deutschland.