Geil oder nicht geil? Das ist die Frage, die sich viele Discount-Marken im Bezug auf ihre Strategie stellen sollten.
Die Billigmasche von Retailern wie Saturn und Media Markt zieht in Deutschland immer weniger. Das ist eine Erkenntnis der neuesten Interbrand-Untersuchung zu den wertvollsten Marken im deutschen Einzelhandel - Plätze eins bis drei sind belegt von Aldi, Media Markt und Edeka.
Zwar dominieren die Discounter weiterhin die Spitzenpositionen, doch zeichne sich, besonders im Elektro-Einzelhandel, ein zunehmender Verbraucher-Überdruß ab, so die Markenforscher. Dies sei wenig überraschend, denn die führenden Marken in diesem Segment hätten Konsumenten jahrelang auf "billig" und "Geiz ist geil" konditioniert. Laut Interbrand räche sich allerdings die Preisspirale. Der Beleg dafür: die Discounter konnten von der Wirtschaftskrise nicht profitieren.
"Preissenkungen sind zwar eine verständliche und nachvollziehbare Reaktion auf die Kaufzurückhaltung der Verbraucher, auch mögen sie in Zeiten der Krise Teil der Markenstory sein, sie sollten aber nicht als Einziges die Attraktivität der Marke ausmachen", mahnte Jez Frampton schon in der Best Retail Brands Studie 2009.
Der zukünftige Erfolg deutscher Handelsunternehmen hänge davon ab, dass sie verstünden, wie ihre Marken Wert generieren. Die Einzelhändler hätten viele Möglichkeiten, um mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten, dabei Profil zu zeigen, ein einziges Markenerlebnis zu schaffen, so der Rat von Interbrand.
Markenbotschafter: Mario Barth im Spot für Media Markt