Sie kennen sicher die "Absolut Places"-Kampagne von 2005: Mit individueller, ortsbezogener Print- und Plakatwerbung inszenierte die schwedische Vodka Brand das Image von angesagten Metropolen weltweit.
Unter anderem auch das von Berlin als Partymetropole und Mauerstadt. Die "Absolut Berlin"-Plakate zeigten ein Stück Mauer im Umriss der Vodkaflaschen. Hinzu kam, dass im Bezirk Friedrichshain ein riesiger Turntable an eine Hauswand montiert wurde, mit der Message "Absolut Friedrichshain". Das sorgte für viel Aufmerksamkeit.
Jetzt hat ein Berliner Unternehmen im Bereich Gastronomie versucht, die Wortfolge "Absolut Berlin" schützen zu lassen.
Absolut Originell
Doch die Beamten des Bundespatentamtes schmetterten den Antrag ab: Die Wortfolge muss als generelle Bezeichnung angesehen werden - bei diesen zwei Worten gebe es für Marken keinerlei Unterscheidungskraft im Bezug auf bestimmte Branchen.
"Absolut Berlin" sei lediglich ein Hinweis darauf, "dass diese Dienstleistungen ausschließlich und vollständig in Berlin erbracht würden oder mit dieser Stadt direkt in Verbindung stünden".
Die Patentrichter meinten, dass für Durchschnittsverbraucher, die eine Marke ohne weitergehende sprachliche Analysen annehmen, die Marke "Absolut Berlin" nichts anderes als "alles zu Berlin / völlig berlinerisch" bedeute.
Genau das hat die ausführende Agentur TBWA/Chiat/Day auch mit der Kampagne ausdrücken wollen - etwas verspielt, originell und mit dem Markennamen im Claim.
