Ein Coca-Cola-Sprecher erklärte der Konzern habe die Zusammenarbeit mit der Londoner Social Media Agentur in gegenseitigem Einvernehmen beendet. Auch der Auftrag zur Coke Zero Kampagne, der der Agentur erst vor einigen Wochen zugesagt wurde, wird dadurch hinfällig.
Grund für das abrupte Ende der Kooperation war eine Social Media-Kampagne auf facebook, mit der für die Marke Dr Pepper geworben werden sollte.
Als Teil der Kampagne versprach Coca-Cola Tausenden von britischen facebook-Nutzern einen Geldpreis von $1000. Die Bedingung zur Teilhanme am Gewinnspiel war, dass die Teilnehmer die Kontrolle über ihre Stausmeldungen abgeben würden und die Agentur scherzhafte Updates posten dürfe.
Porno-Inhalte
Nachdem das Unternehmen Zugang zu den Statusmeldungen von mehr als 160.000 facebook-Profilen bekam, ruinierte ein Patzer die vielversprechende Kampagne. Die Statusmeldung eines 14-jährigen Mädchens verkündete sie habe gerade einen Porno gesehen.
Es folgten Beschwerden von empörten Eltern, die verlangten, dass die Kampagne gestoppt werde. Eine entsetzte Mutter schrieb auf dem Portal Mumsnet: „Ich koche über vor Wut und Abscheu und verlange eine vollständige Erklärung und eine Entschuldigung.“
Ein Sprecher für Coca-Cola sagte: „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten bei allen Beteiligten. Wir werden die notwendigen Schritte ergreifen, um sicher zu stellen, dass so etwas nicht wieder passiert.“
Der Konzern scheint auch heute (29. Juli 2010) das Veröffentlichen von Porno-Content auf der Dr Pepper facebook-Seite nicht im Griff zu haben. Eine Nutzerin schrieb: „Willst Du meine makellosen Beine sehen. Frag mich was Du willst.“ - ein dazugehöriger Link vewies auf eine Sex-Chat Seite.
