Er prägte die Markenwelt von Joop und Jill Sander mit und war unter anderem für die Apolinaris-Flasche und die Logos von Bundeswehr und Charité verantwortlich.
In der Ästhetik immer originell und mutig, neue Wege beschreitend - den Eindruck bekommt man beim Lesen des 384 Seiten-starken Buches über Peter Schmidt, Gründer der Hamburger 'Peter Schmidt Studios'. In "Inszenierte Welten" lässt er sein bewegtes Leben Revue passieren und schildert Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Mode. Außerdem spricht er über seine Kindheit und Jugend in der bayerischen Provinz sowie über sein Coming-Out zu einer Zeit und in einer Gesellschaft, die damit nicht zurecht kam.
Die Peter Schmidt Studios leitete der wegweisende Designer über drei Jahrezente lang bis er sie 2006 an BBDO verkaufte. Was im Buch oft durchschimmert: Ein gutes Produkt allein reicht nicht. Es braucht ein attraktives Design, das den Wert der Ware vermittelt. Das ist eine Maxime des heute 74-jährigen dessen Memoiren der Verlag (Collection Rolf Heyne) selbst so beschreibt: "Sommernachtsträume eines wagemutigen, neugierigen, kreativen, künstlerischen, liebenden Gestalters, Menschensammlers, Weltenbummlers und Chronisten."
Im "Inszenierte Welten" finden sich Textbeiträge von Inga Griese, Niklas Maak, Gerrit Gley, Lilli Holm, Gerd Mietusch, und anderen.
-
"Inszenierte Welten"
Der Gestalter Peter Schmidt
384 Seiten, 360 Abbildungen
ISBN-13: 978-389910404-2
68 Euro
