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Buch-Tipp: Design

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Vom Kostenfaktor zum Mehrwert

Im Buch „Design-Wert“ behauptet ein Expertenteam, hochwertige Gestaltung sei ein gutes Mittel um Marken sicher auf dem Markt zu platzieren.

Laut der Autoren, sollte Design nicht mehr nur als reiner Kostenfaktor in der Bilanz eines Unternehmens erscheinen, sondern als Posten. Professor Dr. Peter Zec, Initiator des Red Dot Design Awards, und Burkhard Jacob, Leiter des Red Dot Design Instituts, stellen eine Methode vor, um den Mehrwert guter Gestaltung zu messen.

Das Hauptargument des Buches: Gestaltung sei ein sicheres Mittel, um zur Steigerung des Unternehmenswertes und zum Erfolg eines Produkts am Markt beizutragen.

Das Risiko für Unternehmen? Ein sofortiger „Return On Investment“ ist schlecht messbar; und Zahlen, die eine deutliche Sprache sprechen sind häufig immer noch die alleinige Grundlage für strategische Entscheidungen.

Doch wer das Buch liest, soll merken: Wenn in der Bilanz der Design-Wert auf der Ertragsseite den Kosten gegenübergestellt werden kann, wird Design zur Investition, die sich nachweislich lohnt.

Zec und Jacob haben beobachtet, dass sich Unternehmen, die nachhaltig in innovative und gut gestaltete Produkte investieren, langfristig besser als der Markt und ihre Wettbewerber entwickeln, die weniger oder gar keinen Wert auf Design legen. Dabei kommt es nicht auf die Größe des Unternehmens an. Im Gegenteil, behaupten sie, gerade für kleine und mittlere Unternehmen lägen hier Chancen.

  

Beispiel für Design-Wert: Flip Video

Wie allgemein bekannt, geht gutes Design über die reine Ästhetik hinaus. Doch was braucht der Kunde wirklich?

Ein gutes Beispiel liefert die Flip Videocam. Hersteller von digitalen Videokameras unterbieten sich üblicherweise in Größe, zu überbieten versuchen sie sich dafür aber in der Anzahl der Features. Bei „Pure Digital Technologies“ haben die Entwickler der Flip Ultra sich zuerst die Frage gestellt: Was erwartet der Durchschnitts-User eigentlich von einer Videokamera?

Die Antwort: Die Kamera muss einfach zu bedienen sein und die Filme sollen schnell mit Freunden und Familie ausgetauscht werden können. Heraus kam eben die Flip Ultra - wenige Knöpfe, der USB-Stecker ist direkt in die Kamera integriert. Die Kamera wurde im Mai 2007 im Markt eingeführt. Laut Businessweek lag der Marktanteil bei Camcordern der Flip-Cams im Sommer 2009 bei 36 Prozent. Kurz zuvor wurde das Unternehmen an Cisco verkauft - für 590 Millionen US-Dollar.

Zu bezweifeln ist, dass der Design-Wert schon mit in den Wert des Unternehmens beim Verkauf eingeflossen ist.

Das Buch der beiden Design-Experten Zec und Jacob ist 2010 bei Red Dot erschienen.

ca. 250 Seiten, zahlreiche Grafiken

ISBN: 978-3-89939-102-2 

Preis: 24,90 Euro

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