Die sozialen Netzwerke in China sind innovativ und auf dem Vormarsch, sagt das US-Forschungsinstitut OgilvyOne.
Noch vor drei Jahren waren soziale Netzwerke in China fast unbekannt und wurden wenig genutzt. Mittlerweile gibt es knapp 400 Millionen chinesische Web-Nutzer, von denen ein Großteil auch von Marken erreicht wird. Das Portal eMarketer prophezeit außerdem, dass der asiatische Staat Ende 2010 mehr Mobile Web User haben wird als die USA Einwohner hat (310 Millionen).
Die OgilveOne-Studie beschäftigte sich mit der effektiven Nutzung von sozialen Netzwerken für das Web-Marketing - dazu wurden 5000 Nutzer auf 71 Portalen zu ihrem Online-Verhalten befragt.
Das Ergebnis zeigt, dass Mitglieder in sozialen Neztwerken keineswegs negative Vorurteile gegenüber Marken hegen.
„Let's be Frands“
Im Gegenteil: viele junge Chinesen sind Big Brands wohlgesonnen und haben ein gutes Verhältnis zu Marken aus den USA und Europa, die in der Studie freundschaftlich als „frands“ bezeichnet werden.
In der Ergebnis-Auswertung wurden 25% der Befragten als Meinungsführer im Bezug auf Ideen, Produkte und Diesntleistungen identifiziert. Weitere 29% reagieren laut der Untersuchung lediglich auf die Kommentare und Empfehlungen anderer Nutzer.
Die Mehrzahl (45%) wurde als „Gaffer“ bezeichnet, die das Online-Geschehen beobachten und sich mit anderen nur dann austauschen, wenn ihnen etwas besonders gut gefällt.
Chris Reitermann, der Chef von OgilvyOne China und Ogilvy & Mather Group Shanghai sagte das Marken in China längst nicht mehr nur als Symbole des Kapitalismus angesehen würden.
Viele Brands hätten es geschafft eine Beziehung mit der Online-Community aufzubauen, so Reitermann. Das Newsblaze Magazin schrieb jüngst: „Es gibt ein neues Gefühl von Verbundenheit im modernen China, wofür das Web verantwortlich ist.“