
Benetton sorgt mal wieder für Skandal: Nach scharfer Kritik vom Vatikan hat die italienische Modemarke dieses Motiv aus ihrer aktuellen Kampagne zurückgezogen.
Das Bild stammt vom Kultfotografen Oliviero Toscani, der für Benetton unter anderem schon die blutverschmierte Uniform eines Soldaten und Menschen mit HIV ablichtete. Andere Bilder der derzeitigen Kampagne zeigen Politiker beim Küssen, darunter US-Präsident Barack Obama und seinen Rivalen Hugo Chavez aus Venezuela sowie den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il und den südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak.
Benetton erklärte, das Unternehmen wolle mit der UNHATE Kampagne Toleranz und „weltweite Liebe“ fördern. Vatikan-Sprecher Fedrico Lombardi bezeichnete das Werbebild als inakzeptable Manipulation, die die religiösen Gefühle der Gläubigen verletze. Entwickelt wurde die Kampagne von Fabrica, Benettons hauseigener Kommunikationsagentur.
Zentrales Thema ist der Kuss als „allgemein anerkanntes Symbol der Liebe“. „Es sind symbolische Bilder der Versöhnung – mit einem Hauch ironischer Hoffnung und konstruktiver Provokation – um ein Nachdenken darüber anzuregen, wie Politik, Religion, Gedanken, auch wenn sie unterschiedlich und entgegengesetzt sind, dennoch zu Dialog und Vermittlung führen müssen“, so Benetton.
Mit Lancierung der Kampagne wurde zudem eine Stiftung gegründet, die zur internationalen Versöhnung zwischen unterschiedlichen Religionen und Kulturen aufruft. Neben höchstmöglicher Öffentlichkeitswirkung strebt die Marke lediglich den Weltfrieden an...